Willkommen in der Peeneschule Groß Gievitz
Wir freuen uns über Ihr Interesse und laden Sie ein, sich über uns zu informieren.
„Gesundheit macht Schule …„
ist das Motto unserer neu gegründeten Grundschule. Wir sind eine staatlich genehmigte Ganztagsgrundschule mit gesundheitserzieherischem Schwerpunkt. Anders ausgedrückt: Wir sind die einzige Kneippschule im Mecklenburg Vorpommern.
Wir unterrichten nach den Rahmenlehrplänen des Landes MV. Die Schule hat eine Aufnahmekapazität von 72 Schülern. In Zukunft sollen an der Peeneschule 4 Klassen mit maximal bis zu 18 Schülern unterrichtet werden. Eine Erweiterung um eine schulartunabhängige Orientierungsstufe mit den Klassen 5 und 6 ist geplant.
Unser Pädagogischer Grundsatz
Jedes Kind ist wertvoll und einzigartig. Es hat seine ganz eigenen Begabungen und Fähigkeiten. Jedes Kind verdient daher, individuell gefordert und gefördert zu werden. Unsere Schule berücksichtigt diese unterschiedlichen Bedürfnisse:
- kleine Klassen
- schülerzentrierter Unterricht
- Begabtenförderung
- sonderpädagogische Fördermodelle
- vielfältige Nachmittagsangebote in der Ganztagsschule
Wir sehen jedes Kind als individuelle Besonderheit. Unser pädagogisches Konzept vereint verschiedene reformpädagogische, traditionelle und moderne Unterrichtsmethoden, die auf die individuellen Unterschiede der Kinder eingehen.
Die Systemisch- konstruktivistische Pädagogik von Dr. Kersten Reich ist theoretischer Ansatz der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Peeneschule. Diese geht von wichtigen reformpädagogischen Ideen Maria Montessoris und Célestin Freinets aus und verbindet diese mit neueren psychologischen und lernpsychologischen Erkenntnissen.
Soziales Lernen ist uns wichtig !
Die Schüler werden befähigt, selbstständig Entscheidungen zu treffen, andere Meinungen zu hinterfragen und zu akzeptieren, zu kooperieren, im Team zu lernen und zu arbeiten und mit Anderen zu kommunizieren. Emotionalität ist eine wichtige Voraussetzung für einfühlendes Handeln. Wir fördern im Besonderen die Wahrnehmungsfähigkeiten der Kinder durch die Einbeziehung aller Sinne. Wir nutzen die Schönheit und Vielfalt der Natur und lernen viel im Freien. Eine gute Beziehungsarbeit ist das Kernstück unseres pädagogischen Ansatzes.
Schulkonzept
Das Konzept der Peeneschule beruht auf den Lehren Sebastian Kneipps. Die 5 Kneippschen Prinzipien „ Lebensordnung“, „Ernährung“, „Wasser“, „Bewegung“ und „ Heilkräuter“ prägen die inhaltliche Arbeit und werden in den Schulalltag integriert. Die Grundsätze Kneipps werden zudem mit Aspekten einer tiergestützten (Heil-) Pädagogik kombiniert. Eine flexible Eingangsstufe erleichtert den Übergang vom Kindergarten zur Schule.
Aktuelle Schuleingangsuntersuchungen und Erhebungen zur Kinder- und Jugendgesundheit verdeutlichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen, ganzheitlichen Gesundheitserziehung im familiären und institutionellen Rahmen. Nicht nur Sprachentwicklung und Motorik weisen oft erhebliche Defizite auf, sondern auch die Selbst- und Sozialkompetenz. Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsstörungen sind vor allem im Grundschulalter heute keine Seltenheit mehr.
Umsetzung der Kneipp - Prinzipien im Schulalltag
Die „Peeneschule” verfolgt mit der angestrebten ganzheitlichen Gesundheitserziehung im Sinne Kneipps das Ziel, das Bewusstsein der SchülerInnen für individuelle Gesundheitsressourcen zu wecken und zu stärken. Die Förderung einer positiven Lebenseinstellung ist zentrales Moment für den bewussten und förderlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit.
Umsetzung Lebensordnungsprinzip
Das Lernen an der „Peeneschule” ist ganzheitlich, handlungs- und adressatenorientiert. Die Schüler lernen mit Herz, Hand und Verstand. Aktives Handeln, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein werden gefördert. Das soziale Umfeld der Schüler sowie alters-, geschlechts- und gruppenspezifische Bedürfnisse werden aktiv in den Unterricht integriert. Die Schüler werden weitgehend in die Planung und Gestaltung von Projekten einbezogen. Stress, Hektik, Leistungsorientierung und Erfolgsdruck werden vermieden. Aus diesem Grund wird z. B. auf die Notenvergabe verzichtet. Die Unterrichtszeit besteht aus Phasen der Förderung und Forderung und aus Phasen des Ausgleiches und der Entspannung. Diesen Zweck verfolgt auch die zusätzliche Ausstattung der Klassenräume mit Ruhebereichen. Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresablauf werden rhythmisiert und so Rahmen und Struktur für die Kinder geschaffen. Die Schüler sind für die Ordnung im eigenen Klassenraum verantwortlich. Die Erziehung zur äußeren Ordnung ist Teil der pädagogischen Arbeit.
Umsetzung Ernährungsprinzip
Im Sinne einer gesunden Ernährung erfolgt die Versorgung der Schüler und der Lehrkräfte mit Speisen und Getränken während der Schulzeit über die Schule. Es werden keine zusätzlichen Speisen und Getränke von zuhause mitgebracht. Es wird gewährleistet, dass die Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich ist. Bevorzugt werden saisonale und regionale Produkte aus ökologischem Anbau, Vollkornprodukte und aus ernährungsphysiologischer Sicht sinnvolle Lebensmittel verwendet. Als Getränke werden Kräuter- und Früchtetees oder Wasser, zum Frühstück auch Milch ausgegeben. Unabhängig von den Mahlzeiten werden immer nach den Bewegungspausen Getränke angeboten. Die Erziehung zu gesunder Ernährung ist Teil der pädagogischen Arbeit. Deshalb bereiten die Schüler unter Anleitung selbst ihr Frühstück zu. Das gemeinsame Aufräumen nach dem Frühstück gehört ebenfalls dazu. Das Frühstück und das Mittagessen werden gemeinsam im Speiseraum eingenommen. Selbstangebautes aus dem Schulgarten wird mitverwertet.
Umsetzung Wasserprinzip
Die Wirkung des Wassers für die Gesundheit und als Element des Lebens wird im Unterricht thematisiert. An der „Peeneschule” wird mit jeder/m Schüler/in täglich eine Wasseranwendung nach Kneipp durchgeführt. Zu diesem Zweck ist ein eigener Raum eingerichtet.
Umsetzung Bewegungsprinzip
Zusätzlich zum regulären Sportunterricht beinhaltet jede Lernzeit eine mindestens zehnminütige Bewegungspause. Den geeigneten Zeitpunkt und die Gestaltung der Bewegungspause bestimmt die jeweilige Lehrkraft. Dabei wird eine Ausgewogenheit zwischen angeleiteter und freier Bewegung angestrebt. Die Bewegungspause wird bevorzugt an der frischen Luft durchgeführt. Dafür ist jeder Klassenraum mit einem separaten Zugang zum Schulhof/-garten ausgestattet. Die Gestaltung des Schulgeländes ermöglicht zahlreiche Bewegungsangebote.
Umsetzung Heilkräuterprinzip
Im Rahmen von Projekten werden ein Schulgarten und ein Beet mit Heilkräutern angelegt. Die Pflanzenwelt ermöglicht einen wahrnehmbaren Rhythmus und die Pflege des Gartens als gemeinsame Aufgabe. Im Schulgarten verfügt jede Klasse auch über ein eigenes kleines Beet zur individuellen Gestaltung und Pflege. Die Wirkung und Anwendung der einzelnen Heilkräuter werden im Unterricht thematisiert und praktiziert. Die Anwendung der Heilkräuter erfolgt dabei lediglich zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Gesunderhaltung, nicht zu Therapiezwecken bei Erkrankungen.
Tiergestützte Pädagogik
Die tiergestützte Pädagogik hat wesentliche Bedeutung für das verbale menschliche Kommunikationsverhalten: Die Beziehung zu einem Tier trainiert das kindliche Sprachvermögen und erhöht die Bereitschaft zur verbalen Kommunikation. Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sind sensibler für das Verständnis mimischer Ausdrucksnuancen als Gleichaltrige ohne Tiere. Sie lernen sehr früh Gefühle zu deuten und zeigen anderen Menschen gegenüber mehr Empathie. Kinder wünschen sich körperlichen Kontakt zu Tieren. Beim Streicheln eines Tieres sinkt der Blutdruck und die Herzschlagfrequenz wird erhöht. Körperkontakt mit einem Tier wirkt entspannend. Tiere beruhigen bereits dadurch, dass sie kein gutes Benehmen erwarten und der Mensch sein kann, wie er ist. Die Anwesenheit von Tieren regt zu Gesprächen über persönliche Belange und zur Formulierung eigener Bedürfnisse an. In Gegenwart von Tieren gehen Menschen mit Wut und Ärger situationsadäquater um. Vor allem bei Kindern drängt das Verantwortungsgefühl für ein Tier aggressive Verhaltensweisen in den Hintergrund.
Die Haltung von Tieren ist Teil des Schulkonzeptes.
Flexible Eingangstufe
Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zur Schule. Einige haben schon Vorkenntnisse im Lesen, Schreiben und auch im Umgang mit Zahlen. Andere Kinder beginnen gerade erst, sich dafür zu interessieren. Diesen unterschiedlichen Voraussetzungen muss der Anfangsunterricht gerecht werden. Der Schulbeginn an der „Peeneschule” ist daher ein sanfter und kindgerechter Übergang vom Kindergarten zur Schule. Die Kinder werden zunächst in die flexible Eingangsstufe eingeschult. So können die Vorteile des gemeinsamen Lernens genutzt und individuelle Förderung, flexible Verweildauer und soziales Lernen von- und miteinander umgesetzt werden. Die Klassen zwei, drei und vier werden dann als aufbauende Jahrgänge mit jeweils maximal 18 Schülern weitergeführt.
Vorteile der Flexiblen Eingangsstufe
- Herstellung der Schulfähigkeit
- Differenzierung
- Kinder, die schnell lernen, können sich mit weiterführenden Aufgabenstellungen
beschäftigen und langweilen sich nicht.
- Kinder, die langsamer lernen, verpassen nichts.
- Kinder lernen von Kindern. Erfahrene Kinder können ihr Wissen an jüngere
weitergeben und dabei ihre eigenen Kenntnisse vertiefen.
- Kinder gewöhnen sich früh daran, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen.
- Kinder lernen, Rücksicht zu nehmen und begreifen, dass jeder unterschiedlich lernt.
Soziale Lernprozesse werden also durch die Klassenstruktur initiiert, was
diesbezüglich gleichzeitig eine Entlastung der Lehrkraft bedeutet.
- In der flexiblen Eingangsstufe werden die Kinder unabhängig vom Grad ihrer
Schulfähigkeit aufgenommen. Die Schulfähigkeit wird in einem flexiblen Zeitraum
erarbeitet. Dies erfolgt durch die Unterstützung des Fachlehrers, durch
sozialpädagogisches Fachpersonal und differenzierte Lernangebote.
Unser Team besteht zurzeit aus:
• 4 LehrerInnen,
davon 1 mit Montessori-Diplom , 1 Legasthenie – und Diskalkulie – Trainer,
2 Kneipp - Gesundheitslehrerinnen
• 1 Religionspädagogin
• 1 Sozialpädagogin
• 1 staatlich anerkannte Erzieherin als Mitarbeiter
• 1 Hauswirtschafterin
• 1 Hausmeister
Lernumgebung
Die Peeneschule liegt nahe eines wunderschönen Parks am Torgelower See in der Ortschaft Groß Gievitz. In einem 2011 grundlegend modernisierten Schulgebäude mit großem naturbelassenen Schulhof und der benachbarten Sporthalle finden Kinder, Lehrer und Mitarbeiter optimale Bedingungen für eine Ganztagsbetreuung.
Die Klassenräume verfügen mit großen Fenstern über viel Licht und ausreichend Platz für offene Unterrichtsformen. Im Schulgebäude befinden sich Themenräume für den Fachunterricht.
Im Spielzimmer treffen sich die Kinder gern zu Plausch und Spiel, im Entspannungsraum finden angeleitete Übungen zur Entspannung statt.
In unserem großen und hellen Speiseraum mit Küchenzeile essen wir alle Mahlzeiten gemeinsam. Hier wird auch gefeiert und gekocht.
Die Schülerbeförderung wird mit einem schuleigenen Bus organisiert. Der Transport ist für die Eltern kostenlos. Es werden Schüler aus Richtung Waren und Möllenhagen gefahren. Die genauen Anfahrtspunkte erfahren Sie im persönlichen Gespräch.
Tagesablauf
7.00 Uhr - 8.00 Uhr Gleitender Beginn
8.00 Uhr - 8.30 Uhr Begrüßung, Morgenkreis, Kneippanwendung
8.30 Uhr - 9.30 Uhr Unterricht mit Bewegungspausen
9.30 Uhr - 10.15 Uhr Frühstück, Bewegung im Freien
10.15 Uhr - 11.45 Uhr Unterricht mit Bewegung oder Entspannung
11.45 Uhr - 12.30 Uhr Mittag, Bewegung im Freien
12.30 Uhr - 13.15 Uhr Unterricht
13.15 Uhr - 13.30 Uhr Ausklang
Es folgen: Ruhezeit, Freiarbeits- und Hausaufgabenzeit, Nachmittagsangebote, freies Spiel, Kneippanwendungen, gemeinsame Mahlzeit im Hort und Tierpflege, Ausklang und Heimfahrt zwischen 16.00 und 17.00 Uhr
Organisationsformen des Lernens:
Gleitender Beginn
o bietet die Gelegenheit, langsam anzukommen
o Einstimmung auf den Tag z. B. durch Spielen, Reden, Malen
o Zeit zur freien Gestaltung und für soziale Kontakte
Werkstatt – und Fachunterricht
o Form des gebundenen Unterrichts
o Einbeziehung von Werkstattarbeit, Wochenplanarbeit und frontalen
Phasen
o Kinder arbeiten fächerverbindend zu einem Thema
o selbstständiges Arbeiten mit freier Wahl des Partners und des
Arbeitstempos
o Werkstattunterricht ( fächerübergreifend in Mathematik , Deutsch und Sachkunde )
o Fachunterricht : Musik, Kunst, Werken, Sport, Englisch
Freiarbeit
o Freie Auswahl der Aufgaben aus einer vorbereiteten Umgebung, in
der unterschiedliche Lern- und Arbeitsmittel mit
Selbstkontrollmöglichkeiten bereitgestellt werden
o Anregung und Entwicklung der Freiarbeit durch Darbietungen und
Einführungen, individuell oder in Gruppen
o Arbeiten nach eigenem Tempo und selbst gewählter Sozialform
(Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit)
o freies Bewegen und freie Wahl des Arbeitsplatzes im Raum bzw.
Nutzung der Fachräume
o Dokumentation der individuellen Arbeit eines jeden Schülers in
einem Lerntagebuch mit dem Ziel der Eigenverantwortlichkeit und
Selbstständigkeit
Präsentation
o Erarbeitetes und Gestaltetes wird von einzelnen Kindern oder
Gruppen präsentiert
Projekte
o in Form von Schul- und Klassenprojekten
o Situationsbezug
o Orientierung an den Interessen der Kinder
o Selbstorganisation und -verantwortung durch die Kinder
o Zielgerichtete Projektplanung
o Soziales Lernen
o Einbeziehung aller Sinne
Gesprächskreis
o Kinder berichten von ihren Erlebnissen, sprechen über das, was sie
bewegt
o Aktuelle Themen werden auch durch den Pädagogen eingebracht
o Ein Kind spricht, die Gruppe hört zu
o Jeder soll sich als Teil der Gruppe fühlen
Außerschulische Lernorte/ Exkursionen
o Kennenlernen außerschulischer Bereiche in Natur und Gesellschaft
o Vertiefen und Ergänzen von Inhalten des Unterrichts
o Sammeln praktischer Erfahrungen
o Entwicklung sozialer Kompetenzen
Feste und Feiern
o Festigung von Beziehungen
o Sammeln praktischer Erfahrungen
o Entwicklung sozialer Kompetenzen
Lernstandsermittlung
Um den Lernstand eines jeden Kindes genau zu dokumentieren, werden in regelmäßigen Abständen Lernstandserhebungen durchgeführt. Diese werden vom Fachlehrer ausgewertet und bei Bedarf notwendige Fördermaßnahmen mit Kind und Eltern festgelegt. Es gibt zweimal im Jahr Entwicklungsgespräche mit Eltern und Schülern. Die Kinder werden in die Reflexion des eigenen Lernprozesses aktiv einbezogen. Am Ende eines Halbjahres erhalten die Schüler ein Zeugnis, in dem Lernergebnisse sowie Arbeits- und Sozialverhalten ausführlich eingeschätzt werden.
Die Leistungen werden bis zur Klassenstufe 4 nicht zensiert.